Wie kann ich selbstbewusster werden?

Wie kann ich mein Selb­st­be­wusst­sein stärken und mein Poten­zial ent­fal­ten? Selb­st­be­wusster wer­den heißt auch bewusster leben! Eines ist gewiss: Egal in welch­er Lebenslage du dich befind­est, ein gesun­des Selb­st­be­wusst­sein und eine gute Por­tion Selb­stver­trauen brin­gen Vorteile.

Das Leben ist kein Pony­hof. Ob in der Part­ner­schaft, bei der  Kinder­erziehung oder im Berufs-leben: Es gibt Sit­u­a­tio­nen, in denen du dich durch­set­zen musst. Für manche Men­schen sind solche Sit­u­a­tio­nen eine Her­aus­forderung, die sie gerne annehmen. Auf andere wirken sie eher ein­schüchternd und ent­muti­gend. Die gute Nachricht: Die Fähigkeit, Kon­fronta­tio­nen auszu­tra­gen, deinen Stand­punkt klar zu vertreten und Gren­zen zu ziehen, kannst du erler­nen.

Selbstbewusster werden durch Nein sagen

selbstbewusster werden durch Nein sagen
Stopp ! Man muss auch mal Nein sagen kön­nen

Für viele Men­schen ist das Wort Nein unmöglich auszus­prechen. Sie ver­mei­den es, Nein zu sagen aus Angst, für ego­is­tisch gehal­ten zu wer­den und wollen andere nicht vor den Kopf stoßen. Sie denken, wenn sie nicht Nein sagen, ver­mei­den sie Kon­flik­te. Dabei ist Nein sagen kön­nen eine wichtige Eigen­schaft für den Selb­stschutz. Dieses kleine Wort schützt dich davor, aus­genutzt zu wer­den und dich zu etwas bre­itschla­gen zu lassen, was du eigentlich gar nicht willst — und hin­ter­her bereust.

Nein sagen kostet Kraft und Über­win­dung. Daher tust du dir, wenn du noch nicht so viel Übung hast, am Anfang leichter, indem du dir Bedenkzeit ein­räumst. Wenn man dich um etwas bit­tet, dann nimm dir einen Moment oder ein paar Minuten Zeit, um über die an dich herange­tra­gene Bitte nachzu­denken. Analysiere in Ruhe:

  • Kom­pe­tenz:  Kann ich diese Auf­gabe erledi­gen?
  • Lust:  Möchte ich das tun?
  • Ressource:  Habe ich die Zeit, Kraft und Energie dazu?

Sag’ Nein zu Anliegen, von denen du weißt, dass du dafür sehr lange brauchst und viel Zeit und Energie aufwen­den musst. Erledi­ge nur Auf­gaben, die du auch angemessen und kom­pe­tent erledi­gen kannst, außer du willst etwas Neues ler­nen. Es macht dich nur unglück­lich, wenn du an ein­er Auf­gabe verza­gst, von der du schon im Vorhinein weißt, dass du sie eigentlich nicht übernehmen willst. Außer­dem macht man nur gut, was man gerne macht.



Beachte, dass niemals für ein Nein gel­o­gen wer­den soll! Die Wahrheit kommt schneller ans Licht als gedacht und du ver­mei­dest, dich recht­fer­ti­gen zu müssen. Sag’ selb­st­be­wusst, was du wirk­lich denkst. Mach’ dir klar: Du lehnst nur eine Bitte ab und nicht die Per­son, die sie vorträgt. 

Wenn du trotz Bedenkzeit nicht Nein sagen kannst, dann ver­suche, einen Kom­pro­miss auszuhan­deln. Du musst nicht alles akzep­tieren, nur um Kon­flik­te zu ver­mei­den. Schlage der Gegen­seite eine Alter­na­tive vor, mit der du ganz gut leben kannst. So schaffst du eine Win-Win-Sit­u­a­tion und stärkst das Gemein­schafts­ge­fühl.

Warum wir eigentlich Ja sagen:
  • um nicht ego­is­tisch zu wirken
  • aus Angst vor Ablehnung
  • um Kon­flik­te ver­mei­den
  • aus schlechtem Gewis­sen
  • aus Angst, für andere unwichtig zu wer­den
 Warum wir auch Nein sagen kön­nen soll­ten:
  • um die eige­nen Bedürfnisse zu real­isieren
  • um das Selb­st­wert­ge­fühl zu stärken
  • um Zeit für wichtigere Dinge zu haben
  • um nicht aus­genutzt zu wer­den
  • um respek­tiert zu wer­den

Im End­ef­fekt soll­test du Nein sagen kön­nen, ohne sich dafür zu recht­fer­ti­gen und dich schuldig zu fühlen. Es reicht, ein­fach zu sagen: “Nein, das möchte ich nicht.”

Selbstbewusster werden durch Auftreten

selbstbewusster werden durch Auftreten
Bre­ite deine Flügel aus und zeige dich von der besten Seite

Ein selb­st­be­wusstes Auftreten wirkt auf deine Mit­men­schen schon in weni­gen Sekun­den. Kör­perpflege ist dabei ein nicht unwesentlich­er Punkt. Gehe regelmäßig zum Frisör, zur Kos­metik und zur Fußpflege. Wer sich inner­lich gut fühlt, strahlt das auch im Außen aus. Wirf dich in Schale und kaufe dir schöne Klei­dung, die gut sitzt und in der du dich wohl fühlst. Du wirkst auf einen Schlag selb­st­sicher­er und sym­pa­this­ch­er. Du musst nicht unbe­d­ingt nach dem neuesten Mod­e­trend gehen, son­dern her­aus­find­en, was dir gut ste­ht.

Anzüge sind z.B. zeit­los, strahlen Seriosität und Erfolg aus. Aber du kannst auch in Jeans und Pullover eine gute Fig­ur machen. Achte darauf, qual­i­ta­tiv hochw­er­tige und gut ver­ar­beit­ete Ware zu kaufen und Akzente zu set­zen:

Für die Frau:

  • Make-Up
  • Ohrringe
  • Frisur und Haarschmuck
  • Arm­band
  • Hals­ket­ten
  • Kropf­band
  • Ringe
  • Schuhe

Für den Mann:

  • Hemd
  • Krawat­ten
  • Man­schet­tenknöpfe
  • Uhr
  • Ring
  • Gür­tel
  • Tat­too
  • Schuhe

Es gibt noch unzäh­lige weit­ere Möglichkeit­en, mit denen du dein Selb­st­wert­ge­fühl durch
Ausse­hen
steigern kannst. Achte aber darauf, dass das Gesamt­bild stim­mig ist.

Weniger ist mehr. Das gilt vor allem bei Acces­soires. Greif’ nicht nach irgendwelchen Schmuck­stück­en, son­dern suche dir solche Teile aus, die deinen Charak­ter unter­stre­ichen. Ver­lei­he deinem Schmuck auch eine Geschichte. Wenn du z.B. ein beein­druck­endes Erleb­nis mit Ele­fan­ten hat­test, dann leg’ dir eine Hals­kette mit einem Ele­fan­ten-Anhänger zu. Es wird dich sich­er ein­mal jemand auf die Hals­kette ansprechen: “Schöne Kette hast du da. Hat sie eine Bedeu­tung?”, und dann kannst du mit dein­er Geschichte antworten.

Das allerbeste ist natür­lich, wenn dir jemand ein Kom­pli­ment über dein Ausse­hen macht. Das freut einen nicht nur, son­dern bestätigt auch deinen guten Geschmack.

Selbstbewusster werden durch Körpersprache

selbstbewusster werden durch Körpersprache
Dein Kör­p­er kann sich nicht tar­nen, wie diese Krabbe

Trägst du schöne Klei­dung, in der du dich auch wohlfühlst, dann steigert das automa­tisch dein Selb­st­be­wusst­sein und du wirst von deinen Mit­men­schen pos­i­tiv wahrgenom­men. Dein gutes Auftreten kannst du aber leicht durch unpassendes Ver­hal­ten wieder zer­stören. Gute Manieren sind wichtig. Achte auch darauf, welche Sig­nale du mit dein­er Kör­per­sprache durch Gestik und Mimik aussend­est. Offene Arme wirken ein­ladend, wohinge­gen ver­schränk­te Arme abwehrend und ver­schlossen wirken. Ver­mei­de auch hastige Bewe­gun­gen, sitz’ ger­ade und schaue anderen in die Augen.

Hier eine kleine Übung: Zuerst ver­schränke für ein paar Minuten deine Arme und schau auf den Boden. Danach bre­ite deine Arme aus, schaue ger­ade aus und läch­le. Wie fühlst du dich?

Wenn du selb­st­be­wusster wer­den willst, ver­mei­de schnelle Bewe­gun­gen und
zap­pel nicht herum. Ver­suche, gelassen zu bleiben.

Finde selb­st her­aus, was du brauchst, um dich selb­st­sich­er zu fühlen. Nimm’ dir den Platz den du brauchst. Egal, ob in der Arbeit oder zu Hause. Vor allem im Beruf soll­test du darauf acht­en, dass du dich wohlfühlst. Schließlich ver­bringst du viel Zeit in der Arbeit. Lerne Gren­zen zu ziehen und sag’ auch öfter zu deinen Kol­le­gen Nein. Gestalte dir deinen Arbeit­splatz so, dass er ein­ladend und pos­i­tiv auf dich wirkt. Ein angenehmes Arbeit­sum­feld stärkt dein Selb­st­be­wusst­sein und entspan­nt.

Die Zunge kann lügen — der Kör­p­er nie! Samy Mol­cho

Unter­schätze nicht, was dein Kör­p­er alles über dich ver­rat­en kann. Gute Man­ag­er kön­nen von dein­er Kör­per­hal­tung und deinen Bewe­gun­gen able­sen, ob du lügst oder etwas im Schilde führst.

Wenn wir selb­st­be­wusster wer­den, kön­nen uns andere schw­er­er durch­schauen. Durch unsere Selb­st­sicher­heit haben wir einen entschei­den­den Vorteil: Ver­trauen.

Gute Beispiele mit Bildern über Kör­per­sprache gibt es vom bekan­nten israelis­chen Pan­tomi­men Samy Mol­cho.

Selbstbewusster werden durch Reisen

selbstbewusster werden durch Reisen
Selb­st­be­wusster wer­den durch ver­han­deln, organ­isieren und fremde Kul­turen

Die schnell­sten Ergeb­nisse um selb­st­be­wusster zu wer­den, erzielt man durch das Reisen. Egal ob Städtereisen oder ein spon­tan­er Road Trip — sobald du dein gewohntes Umfeld ver­lässt, lernst du neues Ter­rain ken­nen. Vor allem, wenn du alleine reist, stärkst du dein Selb­st­be­wusst­sein. Du kannst anderen nicht den Vor­tritt über­lassen und musst die Dinge selb­st regeln. Du selb­st entschei­dest, wann es wohin geht und welche Sehenswürdigkeit­en du anse­hen möcht­est. In einem frem­den Land bestellst du einen Kaf­fee, fragst nach dem Weg oder informierst dich bei der Touris­ten­in­for­ma­tion­sstelle. In Län­dern wie Ameri­ka und Aus­tralien sind die Men­schen sehr nett und hil­fs­bere­it. Du wirst rasch deine Hem­mung able­gen fremde Leute anzus­prechen, um schneller ans Ziel zu kom­men.

Reisen sind das beste Mit­tel zur Selb­st­bil­dung. Karl Julius Weber

Vielle­icht denkst du jet­zt, dass alleine reisen ein Zeichen von Ein­samkeit ist. Sicher­lich wird es den Moment geben, wo du dich ein­sam fühlst, aber solange du auf aktiv eine Stadt erkun­d­est, bist du niemals ein­sam. Alleine reisen lässt dich selb­st­be­wusster wer­den und macht dich stark. Vieles kann eine Bere­icherung sein. Lerne fremde Kul­turen ken­nen und lasse zu, dass neue Men­schen in dein Leben treten.




Ein ganz guter Tipp sind Hos­tels. Diese Unterkün­fte sind speziell für Ruck­sack­touris­ten aus­gelegt und haben einen Gemein­schaft­sraum oder eine Bar, wo sich die Reisenden tre­f­fen. Im Gegen­satz zu Hotels wird hier gemein­sam gespielt, gelacht und gere­det. Du wirst merken, dass viele Men­schen alleine auf Reisen gehen; du kannst dich mit deinen Gle­ich­gesin­nten über Erleb­nisse aus­tauschen. Außer­dem triff­st du Men­schen aus den unter­schiedlich­sten Natio­nen und erweit­erst dadurch schnell deinen Hor­i­zont.

Selbstbewusster werden durch Sport

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Durch Sport schüt­tet dein Kör­p­er Glück­shormone aus

Bleib’ in Bewe­gung und ver­lei­he deinem Leben Schwung! Eine gesunde kör­per­liche Fit­ness stärkt das Selb­st­be­wusst­sein und deine Wertschätzung dir selb­st gegenüber. Schon nach eini­gen Minuten laufen oder Rad fahren fühlt man sich bess­er. Durch Sport beugt man Herz-Kreis­lauf-Erkrankun­gen vor. Dein Kör­p­er schüt­tet Glück­shormone aus und du fühlst dich auch attrak­tiv­er.

Sport ist Ros­tschutz für die eis­erne Gesund­heit.
Prof. Dr. med. Ger­hard Uhlen­bruck

Durch Sport verbesserst du auch deine Kör­per­hal­tung und die ist wesentlich für ein besseres Selb­stver­trauen. Hier ein paar aus­gewählte Sportarten:

Sportarten für eine bessere Kör­per­hal­tung:
  • Bal­lett
  • Klet­tern
  • Nordic Walk­ing
  • Pilates
  • Rück­en­train­ing
  • Wan­dern
  • Yoga
Sportarten, um sich attrak­tiv­er zu fühlen:
  • Aer­o­bic
  • Box­i­lates
  • Body­build­ing
  • Jog­ging
  • Ski­langlaufen
  • Schwim­men
  • Rud­ern

Selbstbewusster werden durch Selbstmotivation

selbstbewusster werden durch Handeln
Von nichts kommt nichts!

Fühlst du dich manch­mal auch so wie die Erd­män­nchen auf dem Bild? Faulen­zen mag für eine Weile gemütlich und entspan­nend sein, aber du willst sicher­lich nicht ver­sauern. Deshalb schreibe dir real­is­tis­che Ziele auf, set­ze dir klare Dead­lines und belohne dich selb­st, wenn du dein Ziel erre­icht hast.

Wertvolle Ziele machen stark! Alfred Selach­er

Einen Stich­tag zu set­zen reicht nicht aus. Du musst den Weg dor­thin auch pla­nen, anson­sten sitzt du wom­öglich am let­zten Tag bis tief in die Nacht, um ein Pro­jekt abzuschließen oder du riskierst, dass es scheit­ert.





Erstelle dir einen Meilen­stein­plan mit Zwis­chen­zie­len, die du erre­ichen willst und schreibe eine To-Do-Liste. Über­lege dir auch, wie du dich selb­st motivieren kannst, wenn sich das Pro­jekt über einen län­geren Zeitraum hinzieht. Zwis­chen­zeitlich kann näm­lich auch mal die Euphorie nach­lassen.

So kön­nte ein Pro­jek­t­plan mit Zwis­chen­zie­len ausse­hen:

Ziel: Mat­ter­horn besteigen (4478m)
Recherche
(1. Jän­ner bis 31. Jän­ner)
  • Erfahrungs­berichte lesen
  • Anforderung definieren
  • Ange­bote ein­holen
Vor­bere­itung
(1. Feb­ru­ar bis 24. Juli)
  • Aus­rüs­tung kaufen
  • Gesund­heitscheck
  • Indoor-Klet­ter­train­ing
Probe
(28. bis 31. Juli)
  • Zugspitze besteigen
  • Doku­men­tieren
  • Auswerten
Umset­zung
(5. bis 11. Sept.)

Gehe aber nicht unnötig über deine kör­per­lichen Gren­zen hin­aus. Am wichtig­sten ist, dass du bei der Umset­zung deines Zieles Spaß hast und das Erfol­gser­leb­nis feiern kannst!

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